Leider unveröffentlichter Leserbrief von Lukasz Fratczak

Unterstützer Lukasz Fratczak hatte ganz vergessen, dass politische “Funktionsträger” – er ist stellvertretender OV-Vorsitzender der SPD – laut den Vorgaben der LZ dort keine Leserbriefe veröffentlichen dürfen. Deshalb tun wir das hier:

Eschbaumer ist ein Kandidat auf Abwegen. Bereits seine Nominierung durch die FDP und LI zeigt, dass er nur sehr begrenzten Rückhalt in den Reihen der CSU genießt. Die von Jöckel zitierte unternehmerische Kompetenz in Sachen Personalführung ist daher sehr fragwürdig, da schon sein Fraktionsaustritt von vielem zeugt, aber nicht von Teamfähigkeit – eine Kompetenz, die unerlässlich ist, um eine Verwaltung zu führen. Wie will er es plötzlich schaffen, die zehn (!) Gruppierungen im Stadtrat konstruktiv zu einen, um Projekte anzugehen bzw. fortzuführen? Auch das Argument des FDP-Freundes, unternehmerische Qualitäten seien ein Vorteil für die Stadt, sind vor dem Hintergrund vergangener Aussagen mehr als fragwürdig. Die Behauptung, die Stadt würde sich bei vielen Projekten überschulden, ist mit Blick auf die hohen Fördergelder von Bund und Freistaat eine reine Falschbehauptung. Vielmehr zeigt sie, dass er das Bilanzprinzip offenbar nicht kennt: Auch jede schuldenfinanzierte Investition steht als Vermögen auf der Aktivseite. OB Ecker hat genau das getan, was in der politischen Debatte Deutschlands seit Jahren und aktuell diskutiert wird: den niedrigen Zinssatz auszunutzen und entschlossen in Infrastruktur, Schulen und andere Zukunftsprojekte zu investieren. Was wohl hätte Eschbaumer getan, der das Investitionsprinzip als ehemaliger Unternehmer wohl nicht verinnerlicht hat? Die Krönung jedoch ist das Argument, nur ein Lindauer könne die Geschicke Lindaus lenken. Diese Aussage zeugt allein von Überheblichkeit. Unsere Stadt, die sich endlich dynamisch entwickelt, die Firmen mit internationalen Fachkräften aus der ganzen Welt anlockt und eine Bevölkerung hat, die sich überwiegend weltoffen zeigt und Besucher aus Nah und Fern empfängt, sollte dann ausgerechnet von einem OB mit einer solch kleingeistigen Haltung repräsentiert werden? Die Lindauer haben die Wahl zwischen einem erfolgreichen Oberbürgermeister, der sich durch Verlässlichkeit, Professionalität und Führungskraft auszeichnet und der über Parteigrenzen hinweg nach Lösungen für unsere schöne Stadt sucht. Oder wir werden erleben, wie die Vergangenheit der Lindauer Politik wieder auflebt, der einige von Eschbaumers Unterstützern mit ihrer ungesunden Nähe zu einzelnen Lobbyisten noch immer nachhängen. Sie haben die Wahl, liebe Mitbürger!